Big-Bank geht an den Start
10.08.2009 12:30 Uhr in Allgemein

Die estländische Bing-Bank bietet seit dem 07. August Festgeldanlagen auch für deutsche Kunden an. Dazu wurde eine Zweigniederlassung gegründet. Die Konditionen fallen deutlich besser aus als im Marktdurchschnitt. Die Verzinsung richtet sich nach dem Anlagebetrag. Termingelder mit einer Laufzeit von 12 Monaten werden bei Kontoguthaben unter 10.000 Euro mit 2,8 Prozent im Jahr verzinst. Von 10.000 bis 30.000 Euro werden dann 3,0 Prozent im Jahr bezahlt. Anlagen von 30.000 bis 100.000 Euro werden mit 3,2 Prozent im Jahr verzinst. Die Mindestanlage beträgt 1.000 Euro und die Führung des Festgeldkontos ist kostenfrei.

Was ist nun von diesem Angebot zu halten? Die Zinsen sind durchaus ansprechend. Es muss allerdings ausdrücklich erwähnt werden, dass die Big-Bank nicht dem deutschen Einlagensicherungsfonds angeschlossen ist. Auch die Garantie der Bundesregierung greift im Zweifelsfall nicht – wie bei der isländischen Kaupthing-Bank gesehen. Gerade die osteuropäischen Staaten ächzen besonders unter der Finanzkrise. Dies sollten Sparer berücksichtigen, wenn sie sich für ein Investment bei der Big-Bank entscheiden. Andere Banken ohne deutsche Einlagensicherung – insbesondere die niederländischen – zahlen deutlich mehr Zinsen und sind schon länger am Markt.

Dass kein Zins-Feuerwerk zur Einführung abgebrannt wird – also etwa die ersten 1.000 Kunden 5,0 Prozent o.ä. erhalten – mag auf der einen Seite enttäuschend sein. Andererseits könnte es auch ein Indiz für solides Wirtschaften der Big-Bank sein. Der neue Mitspieler auf dem deutschen Einlagenmarkt verdient jedenfalls Aufmerksamkeit.

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