Langfristige Anlagen lohnen sich nicht
03.07.2009 16:07 Uhr in Girokonto News

Dass die Tages- und Festgeldzinsen derzeit niedrig sind, ist nichts Neues. Durchschnittlich erhalten Anleger bei den meisten Konten weniger als zwei Prozent. Alternativen sind rar: Die Tagesanleihe des Bundes wirft gerade einmal 0,2 Prozent im Jahr ab und auch andere sichere verzinsliche Wertpapiere versprechen kaum bessere Renditen. Ein Blick auf die langfristigen Zinsen im Einlagengeschäft zeigt, dass auch mit einem sehr langen Zeithorizont nicht viel zu holen ist. Termingelder mit einer Laufzeit von 60 Monaten werden derzeit bei Audi-Bank und VW-Bank am besten verzinst – mit gerade einmal 3,75 Prozent im Jahr. Die HVB bietet 3,7 Prozent, bei der Mercedes Bank sind es 3,6 und bei der Postbank 3,3 Prozent im Jahr.

Von solch langfristigen Anlagen ist auch dann abzuraten, wenn das Geld für einen längeren Zeitraum entbehrt werden kann. Der Grund: in den kommenden Jahren könnten die Zinsen deutlich steigen – Verbraucher lassen sich bei einer Anlage zum jetzigen Zeitpunkt deshalb womöglich viel Geld entgehen. Nicht nur das: Auch die Inflation könnte in den nächsten Jahren wieder deutlich zunehmen. Dann fällt die reale Verzinsung geringer aus und kann, wenn die Teuerungsrate stark ansteigt, sogar negativ werden. Immer mehr Experten gehen von wieder anziehenden Preisen spätestens ab dem Jahr 2011 aus – dann sollte das Geld liquide sein. Vorsicht ist auch bei Festgeldkonten von Banken geboten, die nicht dem deutschen Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind – eventuelle Garantien, wie sie etwa von den Niederlanden ausgesprochen wurden, gelten in einigen Jahren nicht mehr.

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