Ab dem ersten Juli gelten in Deutschland höhere Auflagen für Banken hinsichtlich der Einlagensicherung. Dann sind Guthaben von 50.000 Euro je Kunde zu 100 Prozent abgesichert. Bislang sieht die gesetzliche Einlagensicherung einen 90prozentigen Schutz für Einlagen bis zu 20.000 Euro vor. Nicht nur das Deckungsvolumen hat sich verändert. Kann eine Bank aufgrund von Insolvenz ihren Verpflichtungen tatsächlich nicht mehr nachkommen, muss die Entschädigung durch den Einlagensicherungsfonds binnen 30 Tagen von Statten gehen. Bislang wird Anlegern garantiert, dass ihre Gelder nach drei Monaten wieder zur Verfügung stehen.
Die bessere Einlagensicherung war bereits im vergangenen Herbst vom Gesetzgeber verabschiedet und auf den Weg gebracht worden. Sie soll das Vertrauen in das Finanzsystem stärken und damit einen Beitrag zur Überwindung der Finanzkrise leisten. Banken sichern die Einlagen ihrer Kunden allerdings in den meisten Fällen über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus ab, z.B. durch die EdB oder auch einzelne Patronatserklärungen. Nach Einschätzung von Experten deckt die neue Einlagensicherung kraft Gesetzes jedoch die Belange der meisten Sparer ab. Nach wie vor nicht unter den Schutz fallen Banken, die in Deutschland keine Banklizenz besitzen und nur als Zweigniederlassung einer ausländischen Muttergesellschaft agieren. Hier gilt dann die Einlagensicherung des jeweiligen Landes.
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Es wird Zeit, dass Deutschland bei der Einlagensicherung nachzieht. Falls alle anderen europäischen Länder haben die Einlagen bereits zu 100 Prozent abgesichert. Einzig Deutschland und Irland haben bisher nur zu 90 Prozent abgesichert.