Sparer haben es derzeit nicht leicht. Die Zinsen für Bankeinlagen sind im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise und den damit einhergehenden Zinssenkungen der EZB auf ein historisches Tief gefallen. Einstige Hochzinsbanken gewähren ihren Kunden heute oft Zinsen von weniger als fünf Prozent. Ein prominentes Beispiel ist die Norisbank. Die Tochter von Branchenprimus Deutsche Bank zahlte auf ihrem Top-3-Zinskonto im Herbst noch 4,75 Prozent Zinsen. Jetzt werden nur noch 2,00 Prozent gezahlt. Festgelder mit einer Laufzeit von 12 Monaten werden bei der Norisbank mit 1,75 Prozent ebenfalls mager verzinst. Das Institut steht beispielhaft für viele Konkurrenten.
Nicht wenige Sparer erinnern sich dieser Tage an andere sichere Anlagen. Im Fernsehen wirbt derzeit die Finanzagentur des Bundes in Gestalt einer gemütlichen Schildkröte mit der Tagesanleihe, die Sicherheit und das Profil eines unter Privatanlegern so beliebten Tagesgeldkontos verspricht. Der Zinssatz überzeugt jedoch ebenso durch Bodenständigkeit wie die Schildkröte: 0,81 Prozent im Jahr bekommen Anleger derzeit – noch deutlich weniger als bei Banken.
Die höchsten Zinsen für Festgelder mit einer Laufzeit von 12 Monaten zahlen derzeit die Autobanken. VW-Bank, Audi-Bank und Mercedes-Bank gewähren immerhin noch 3,25 Prozent. Bessere Konditionen finden Sparer bei einigen niederländischen Banken, wie der NIBC-Direkt (4,75 Prozent) oder der AK-Bank (4,0 Prozent). Der Haken: Die Institute verfügen in Deutschland über keine Banklizenz und agieren lediglich als Zweigniederlassungen. Sie sind damit nicht an den deutschen Einlagensicherungsfonds angeschlossen.
This entry was posted on Samstag, April 18th, 2009 at 19:45 and is filed under Festgeld News. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.