Hohe Zinsen nur bei ausländischen Banken
24.03.2009 12:58 Uhr in Festgeld News

Das Bild auf dem deutschen Markt für Festgeldanlagen ist seit einigen Monaten von einer auffälligen Entwicklung geprägt: Hohe Zinsen erhalten Kunden vornehmlich bei Zweigniederlassungen ausländischer Banken, wobei sich insbesondere niederländische Institute hervortun. Für Termingelder mit einer Laufzeit von 12 Monaten erhalten Sparer bei der NIBC-Direkt-Bank 5,05 Prozent – mehr als bei jedem anderen Anbieter. Für täglich fällige Einlagen zahlt das Institut immerhin noch 4,8 Prozent. Ebenfalls attraktive Konditionen bietet die AK-Bank, die auch aus den Niederlanden kommt. Hier werden 4,5 Prozent Zinsen für Festgelder mit 12monatiger Laufzeit gezahlt. Mit der Garanti-Bank, die 4,25 Prozent zahlt sowie der Credit Europe Bank und der DHB-Bank folgen drei weitere Geldhäuser aus den Niederlanden im Zinsvergleich.

Zweigniederlassungen ausländischer Gesellschaften sind nicht an die deutschen Systeme zur Einlagensicherung angeschlossen. Sollte es tatsächlich zu einem Zusammenbruch eines Institutes kommen, müssten deutsche Anleger ihre Ansprüche dann im Ausland gegenüber den zuständigen Instanzen geltend machen. Die niederländische Einlagensicherung wurde jüngst erweitert: Die im Oktober erlassene Zusage, Bankguthaben von bis zu 100.000 Euro je Kunde zu 100 Prozent abzusichern, wurde bis zum Ende des Jahres 2010 verlängert. Derzeit ist sicherlich nicht davon auszugehen, dass tatsächlich noch eine Bank Insolvent anmelden muss – die Staaten rund um den Globus werden dies mit aller Macht zu verhindern versuchen, um die Vertrauenskrise einzudämmen. Dennoch ist die derzeitige Entwicklung auffällig.

This entry was posted on Dienstag, März 24th, 2009 at 12:58 and is filed under Festgeld News. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

Leave a Comment

Please note: Comment moderation is enabled and may delay your comment. There is no need to resubmit your comment.