Hohe Zinsen bei ausländischen Banken
18.03.2009 17:13 Uhr in Festgeld News, Tagesgeld News

Der Markt für Tages- und Festgeld ist derzeit von einer sehr auffälligen Entwicklung geprägt: Die höchsten Zinsen erhalten Kunden bei Banken, die als Zweigniederlassung ausländischer Muttergesellschaften agieren. Die niederländische Credit Europe etwa zahlt 4,5 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld und vier Prozent für Festgeldanlagen mit einer Laufzeit von 12 Monaten. Bei der NIBC-Direkt, ebenfalls ein niederländisches Geldhaus, sind die Konditionen sogar noch großzügiger: Mit 4,8 Prozent Zinsen auf täglich fällige Einlagen und 5,05 Prozent für Festgelder mit 12 Monaten Laufzeit setzt sich das Institut an die Spitze des Marktes. Die Bank of Scotland, neu auf den Markt getreten, zahlt 4,5 Prozent Zinsen auf dem Tagesgeldkonto und garantiert darüber hinaus, dass der Zins immer über dem Leitzins der EZB liegt. Kosten fallen bei den Konten wie auch bei den „deutschen“ Anbietern nicht an und auch in punkto Mindesteinlagen geben sich die Banken verbraucherfreundlich. Der Nachteil bei Zweigniederlassungen liegt in dem Umstand, dass diese nicht der deutschen Einlagensicherung angehören, sondern über die jeweiligen ausländischen Einrichtungen die Guthaben schützen. Die Kunden der isländischen Pleite-Bank Kaupthing-Edge haben am eigenen Leib erfahren müssen, wie nachteilhaft dies sein kann: Seit dem Zusammenbruch der Bank im Oktober warten sie auf ihr Geld.Käme es tatsächlich zu einem Zusammenbruch einer der Banken, die auf dem deutschen Markt agieren, müsste s sich bei der Entschädigung deutscher Kunden allerdings keineswegs genauso abspielen wie in Island. Die Probleme dort sind außergewöhnlich groß, da das sehr kleine Land mit einem Staatsbankrott zu kämpfen hat.

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