Sparer erhalten derzeit auch bei sehr langfristigen Festgeldanlagen, die weit über ein Jahr hinaus gehen, nur sehr bescheidene Zinsen. Experten raten deshalb von allzu langen Engagements ab, da nach dem Ende der Wirtschaftskrise, das irgendwann schließlich kommen muss, die Zinsen wieder deutlich ansteigen werden. Länger als zwei Jahre sollten Gelder deshalb nicht gebunden werden. Wer dennoch langfristige Engagements tätigen will, sollte sich gut umsehen, da die Konditionen der verschiedenen Anbieter bei langen Laufzeiten stärker differieren als es bei den standardmäßigen Festgeldanlagen über ein oder zwei Jahre der Fall ist.
Wer einen Betrag von 10.000 Euro über fünf Jahre anlegen will, der erhält bei der Audi-Bank-Direct 4,5 Prozent Zinsen dafür. Die Mindestanlage beläuft sich dabei auf 2.500 Euro und die Zinsen werden am Ende jedes Kalenderjahres gutgeschrieben. Ebenfalls 4,5 Prozent Zinsen zahlt die Volkswagen-Bank. Mit der Von Essen KG-Bank, der Bausparkasse Mainz und der Santander-Bank zahlen drei weitere Institute 4,0 Prozent oder mehr. Mit derartigen Konditionen liegen Anleger weit besser als der Marktdurchschnitt, der sich auf 3,18 Prozent beläuft.
Langfristige Anlagen bergen Risiken, weil nicht klar ist, wie sich das Zinsniveau und die Inflation in den kommenden Jahren entwickeln werden. Anlagezeiträume von fünf Jahren sollten deshalb maximal für einen Teil des zur Verfügung stehenden Kapitals gewählt werden. Es bleibt schließlich zu hoffen, dass schon in einem, spätestens aber in zwei Jahren wieder deutlich mehr Zinsen auf Festgeldkonten gezahlt werden.
This entry was posted on Mittwoch, März 11th, 2009 at 12:45 and is filed under Festgeld News. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.