Sparer: Vorsicht vor Zinszertifikaten
13.02.2009 18:05 Uhr in Festgeld News

Sparer sollten sich die Angebote ihres Bank-Beraters immer im Detail ansehen und nicht bedingungslos allem Zustimmen. Die Anleger, denen von verschiedenen Sparkassen Zertifikate der inzwischen insolventen US-Bank Lehman Brothers angeboten worden waren, können ein Lied davon singen: Wo Zinsanlage draufsteht, ist nicht immer auch eine drin. Banken bieten ihren Kunde seit je her Produkte an, die im Hinblick auf ihr Profil einem Tages- oder Festgeldkonto sehr ähnlich sind. Der Teufel aber steckt im Detail: Oft handelt es sich bei den Produkten um Inhaberschuldverschreibungen der Kreditinstitute, die diese selbst begeben, um ihre Aktivitäten zu refinanzieren. Zwar ist gegen solche Wertpapiere grundsätzlich nichts einzuwenden. Es handelt sich dabei meist um Anlagen mit mehrjähriger Laufzeit, deren Zinssatz entweder zu Beginn feststeht oder aber in Abhängigkeit verschiedener Parameter  – wie etwa dem Zinsniveau am Geldmarkt  -angepasst wird.Schuldverschreibungen – und mögen sie noch so oft Begriffe wie „Tagesgeld“, „Geldmarktschatzbrief“ oder „EONIA“ im Namen tragen – sind keine Bankeinlagen. Geht das emittierende Institut bankrott, wird der Inhaber der Wertpapiere nicht wie ein Verbraucher, sondern wie ein Gläubiger behandelt und verliert in der Regel einen Großteil seines Einsatzes. Da viele der Papiere sogar als nachrangige  konzipiert sind – was dem Sparer höhere Zinsen bringt – fällt bei der Insolvenz meist alles weg. Auch die Einlagensicherung hilft in einem solchen Fall nicht, da sie nur Sparguthaben, nicht aber Wertpapiere abdeckt.Verbraucher sollten deshalb bei der Geldanlage genau hinsehen. Wer ein Tagesgeldkonto sucht,sollte auch eines bekommen.

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